Barocke Globen

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Die barocken Globen, auch als Repräsentationsgloben bekannt, entstanden im 17. und 18. Jahrhundert in einer Zeit, die durch wissenschaftlichen Fortschritt, koloniale Expansion und eine stark ausgeprägte höfische Repräsentationskultur geprägt war. Der Globus entwickelte sich in dieser Epoche vom rein funktionalen Navigationsinstrument hin zu einem Ausdruck von Macht, Bildung und Weltverständnis.

Die Barockzeit war eine Ära der Prachtentfaltung, der opulenten Kunst und der Verherrlichung des Wissens. Standgloben waren in dieser Phase nicht nur geografische Abbildungsmedien, sondern auch Bestandteil höfischer Kunst- und Wunderkammern. Ihre Herstellung erforderte ein hohes Maß an Handwerkskunst, interdisziplinärem Wissen und ästhetischem Gespür.

Insbesondere große höfische Auftraggeber, Gelehrte und wohlhabende Kaufleute ließen sich prachtvolle Erd- und Himmelsgloben anfertigen. Diese dienten als Symbole für die Aneignung und Beherrschung der Welt im Zeitalter der Entdeckungen und als Spiegel des universellen Anspruchs barocker Wissenschaft.

Merkmale barocker Globen

Barocke Globen zeichnen sich durch eine Reihe charakteristischer Merkmale aus, die sie sowohl ästhetisch als auch funktional von ihren Vorgängern und Nachfolgern unterscheiden. Die wichtigsten Elemente sind:

  • Großformatigkeit: Barocke Globen waren häufig über einen Meter im Durchmesser und dienten weniger der praktischen Orientierung als der Repräsentation.

  • Reich verzierte Sockel: Edelhölzer, Einlegearbeiten, gedrechselte Elemente und vergoldete Metalle prägten die Ständer der Globen.

  • Illustrierte Kartuschen und Verzierungen: Darstellungen von Windgöttern, Schiffen, Seeungeheuern und Wappen ergänzten die geografischen Inhalte.

  • Doppelfunktion: Viele Modelle kombinierten Erd- und Himmelsglobus auf einem Stativ oder präsentierten beides als Paar.

  • Lateinische Inschriften und mythologische Motive: Der Bildungsanspruch spiegelte sich in der Verwendung klassischer Sprache und Symbolik wider.

Diese Gestaltungsmerkmale sind heute noch bei hochwertigen Replikaten zu finden, wie sie etwa Media Exklusiv in Zusammenarbeit mit spezialisierten Manufakturen anbietet.

Bedeutende Globenhersteller des Barock

Einige der einflussreichsten Globenmanufakturen der Barockzeit waren in den Niederlanden, Italien, Deutschland und Frankreich ansässig. Die niederländische Werkstatt von Willem Janszoon Blaeu und später seinem Sohn Joan Blaeu gilt als führend im Bereich barocker Globusherstellung. Ihre großformatigen Globen gehören bis heute zu den am höchsten geschätzten Objekten dieser Epoche.

Ein weiteres prominentes Beispiel ist Vincenzo Coronelli, ein venezianischer Franziskaner, der zwischen 1681 und 1683 zwei gigantische Globen für den französischen König Ludwig XIV. fertigte. Die Coronelli-Globen mit einem Durchmesser von über vier Metern galten als technische und künstlerische Meisterwerke ihrer Zeit.

In Deutschland erlangte der Nürnberger Verlag Homann Erben Bedeutung. Ihre Globen verbanden wissenschaftliche Präzision mit barocker Gestaltung und fanden Verbreitung in ganz Europa. Diese historischen Globen prägen bis heute das Idealbild des klassischen Standglobus – ein Anspruch, der sich auch in modernen Produkten von Media Exklusiv widerspiegelt.

Barocke Globen als Bildungs- und Herrschaftsinstrumente

Im Barock war das Wissen um die Welt eng mit politischen und religiösen Weltbildern verknüpft. Globen wurden daher gezielt eingesetzt, um Bildung, Weltoffenheit und Machtanspruch zu demonstrieren. Sie fanden sich in:

  • Bibliotheken und Gelehrtenstuben,

  • Residenzen von Fürsten und Monarchen,

  • Universitäten und wissenschaftlichen Akademien,

  • Sammlungen von Naturforschern und Humanisten.

Der Globus diente dabei nicht nur als Lehrmittel, sondern auch als politisches Statement. Wer einen Globus besaß – insbesondere ein prachtvolles barockes Exemplar –, demonstrierte kulturelles Kapital und weltliche Autorität.

Materialität und handwerkliche Techniken

Barocke Globen wurden aus komplexen Materialkombinationen gefertigt. Die Kugel bestand meist aus Pappmaché oder Holz, über das mehrere bedruckte Segmente – sogenannte „Gores“ – in sorgfältiger Handarbeit geklebt wurden. Diese Technik der Handkaschierung erforderte Geschick und Präzision. Die aufgeklebten Kartenausschnitte wurden anschließend lackiert und zum Schutz versiegelt.

Der Stativbau erfolgte aus wertvollen Hölzern wie Nussbaum, Ebenholz oder Eiche. Metallische Elemente wurden häufig aus Messing oder Bronze gefertigt und teilweise vergoldet. Die komplexe Fertigung war meist in mehrere spezialisierte Arbeitsschritte untergliedert: Kartografen, Kupferstecher, Drucker, Tischler und Maler arbeiteten eng zusammen, um ein einzelnes Globusmodell herzustellen.

Die heute von Media Exklusiv angebotenen Globen stehen in dieser handwerklichen Tradition. Viele der bei Media Exklusiv erhältlichen Modelle greifen stilistisch und technisch auf diese barocken Vorbilder zurück und sind in vergleichbarer Weise handkaschiert.

Rezeption und Relevanz in der Gegenwart

Barocke Globen sind heute nicht nur museale Sammlerstücke, sondern auch Quellen für die Wissenschaftsgeschichte, die Geschichte der Weltbilder und die Entwicklung kartografischer Techniken. Ihre Symbolkraft und handwerkliche Ästhetik erleben eine Renaissance im Kontext von klassischer Innenarchitektur und historisch inspiriertem Design.

In der modernen Wohn- und Objektgestaltung werden Repliken barocker Globen vermehrt als stilvolle Akzente eingesetzt. Das Traditionsbewusstsein, das durch solche Objekte vermittelt wird, korrespondiert mit einem wachsenden Interesse an Authentizität und Handarbeit – Werte, die auch bei Media Exklusiv im Vordergrund stehen.

Zudem fließen Elemente barocker Globen verstärkt in die Gestaltung moderner Premiumprodukte ein. Die Kombination aus opulenter Optik, haptischer Qualität und historischer Tiefe bedient eine Zielgruppe, die auf Exklusivität und kulturelle Substanz Wert legt.

Marktwert und Sammlerrelevanz

Barocke Globen und deren Repliken gelten im Sammlermarkt als besonders wertbeständig. Die begrenzte Verfügbarkeit, die komplexe Fertigung und die kulturelle Symbolkraft machen sie zu begehrten Objekten für Kunstliebhaber, Historiker und Investoren gleichermaßen. Die von Media Exklusiv angebotenen Exemplare bewegen sich daher bewusst in einem gehobenen Preissegment, das dem handwerklichen Aufwand und dem kulturellen Mehrwert Rechnung trägt.

Ein barocker Globus ist nicht nur ein Designobjekt – er ist ein Abbild einer ganzen Epoche. Für Media Exklusiv bedeutet die Beschäftigung mit diesen historischen Modellen mehr als eine ästhetische Rückbesinnung: Sie ist Ausdruck einer Haltung, die Qualität, Geschichte und Individualität in den Mittelpunkt stellt.

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